Beiträge zur Kampagne

22. Juli 2015

Update (23.7.15): Der Verwaltungsrat der Entwicklungsbank EBRD hat heute einen Kredit in Höhe von 500 Millionen US-Dollar für den russischen Öl- und Gaskonzern Lukoil genehmigt. Konkret wird die EBRD einen Teil zur Gesamtsumme beitragen und weitere Banken einladen, sich ebenfalls zu beteiligen. urgewald-Expertin Regine Richter kommentiert: Das ist eine enttäuschende Entscheidung des Verwaltungsrats. Zu den EBRD-Kernaufgaben gehört die Förderung von Menschenrechten, Demokratie, Pluralismus und Rechtssicherheit. Das aserbaidschanische Regime tritt all diese Werte mit Füssen und nutzt seine Öl- und Gasvorkommen als Joker, um damit durchzukommen."

17. Juli 2015

Der Anthropologe aus Guatemala unterstützt indigene Gemeinden in ihrem Kampf gegen neue Staudämme. Dabei erleiden sie heftige Repression durch die Staatsmacht. Ba Tiul berichtete davon auf der urgewald-Menschenrechtstagung im März 2015. Er fordert: Geldgeber wie die KfW-Tochter DEG müssen endlich verantwortlich handeln.

15. Juli 2015

Djeralar Miankeol, Menschenrechtsaktivist und Direktor der zivilgesellschaftlichen Organisation „Association Ngaoubourandi“ im südtschadischen Moundou, ist am 7. Juli 2015 wegen „Beleidigung der Staatsgewalt“ zu zwei Jahren Gefängnis ohne Bewährung und einer Geldstrafe verurteilt worden. Der AK Rohstoffe, ein Zusammenschluss verschiedener deutscher zivilgesellschaftlicher Organisationen, fordert die sofortige Freilassung Miankeols, dessen Gesundheitszustand besorgniserregend ist.

23. Juni 2015

Warum verletzen Entwicklungsbanken mit ihren Projekten immer wieder Menschenrechte? Unsere internationale Tagung im März hat Antworten gesucht. Der Video-Zusammenschnitt fasst in wenigen Minuten die wichtigsten Inhalte und Statements zusammen.

10. Juni 2015

Am Nachmittag des 9. Juni wurde die britische Aktivistin Emma Hughes an der Einreise nach Aserbaidschan gehindert. Die Mitarbeiterin der Umweltorganisation Platform wurde am Flughafen in Baku festgehalten und noch in der Nacht zurück nach London geschickt. Der Grund laut den Behörden: Sie stehe auf einer „roten Liste“. Hughes arbeitet seit Jahren zu den negativen Effekten der  Öl- und Gasgeschäfte Aserbaidschans, die das dortige Alijew-Regime festigen und Demokratisierung verhindern.

11. Mai 2015

Der Aktivist aus Kasachstan hat erschütternde Bilder aus dem Dorf Berezovka mit zur urgewald-Menschenrechtskonferenz in Berlin gebracht. Er fordert: Die weltweiten Geldgeber für Rohstoffprojekte wie Karachaganak müssten Verantwortung zeigen - der Konzern solle die betroffenen Menschen endlich umsiedeln. Portrait eines Rastlosen.

29. April 2015

Auf der Hauptversammlung des Rückversicherers Munich RE in München (23.4.15) hat die urgewald-Expertin Barbara Happe das mangelnde Risikobewusstsein bei den konzerneigenen Projekten kritisiert. Das zeigt sich derzeit durch die dramatische Lage der (zwangs-)umgesiedelten Menschen durch den Staudamm-Bau Belo Monte in Brasilien.

Den Redebeitrag von Barbara Happe auf der Munich-RE-Hauptversammlung dokumentieren wir unten. Hier finden Sie weitere Materialien und Redebeiträge:

16. April 2015

Weltweit berichten heute Medien über hochproblematische Projekte der Weltbank. Dank langjähriger Kritik aus der Zivilgesellschaft und intensiver Recherchen der JournalistInnen, nimmt der Druck auf die global wichtigste Entwicklungsinstitution endlich zu. Gerade jetzt, kurz vor der Verabschiedung neuer Umwelt- und Sozialstandards, ist das extrem wichtig. 

8. April 2015

Das Schweizer Radio hat die urgewald-Expertin Korinna Horta zu den Folgen mangelhafter Kontrollen bei Weltbank-Projekten interviewt.

1. April 2015

Oxfam und urgewald kritisieren in Recherche-Bericht mangelnde Kontrolle der Geschäfte mit Banken und Fonds

Milliardenschwere Investitionen der International Finance Corporation (IFC) verursachen weltweit Menschenrechtsverletzungen. Der Grund: Die Weltbanktochter schätzt Risiken ihrer Geschäfte mit Partnern wie Banken und Private Equity Fonds falsch ein und ergreift keine Maßnahmen, um die ärmsten sowie sozial und ökonomisch schwächsten Bevölkerungsgruppen zu schützen. Dies dokumentiert der heute von zahlreichen Nichtregierungsorganisationen, darunter Oxfam und urgewald, veröffentlichte Recherche-Bericht „The Suffering of Others“.<--break->

5. März 2015
  • Auf langjährige Kritik hat die Weltbank nicht reagiert
  • Fehlendes Verantwortungsbewusstsein für Folgen von Zwangsumsiedlungen 
  • Bundesregierung muss ihren Einfluss nutzen

3. März 2015

Auf der internationalen Menschenrechtskonferenz von urgewald hat Claudia Roth (Bündnis 90/Die Grünen) über die Probleme bei der Weltbank gesprochen. Die global einflussreichste Entwicklungsinstitution dürfe sich nicht länger vor ihrer Verantwortung drücken, forderte die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags. Auf unserer Homepage finden Sie eine Videodokumentation, Fotos und weitere Materialien zur Konferenz. Roths Redetext vom 17. März dokumentieren wir hier in Auszügen:

11. Februar 2015

Auf der Suche nach neuen Gasquellen plant die Europäische Union (EU) eine Zusammenarbeit mit dem autoritären Alijew-Regime in Aserbaidschan. Das soll künftig das Gas für die neue Mega-Pipeline Southern Gas Corridor liefern. Über die Folgen für Menschenrechte und Klimaschutz hat die Expertin Regine Richter von urgewald im EU-Radio-Kanal euranet plus gesprochen. (Audio-File)

30. Januar 2015

•    EU-Arbeitsgruppe sucht am Montag gemeinsame Position zu Kohlekraftwerken
•    Aus Klimaschutzsicht droht ein enttäuschendes Ergebnis

21. Januar 2015
  • EU kooperiert mit autoritärem Regime in Aserbaidschan
  • Milliardeninvestitionen trotz sinkendem EU-Gasimport-Bedarf
  • Kooperation mit Russland durch die Hintertür

Autoren der Studie: CEE Bankwatch Network, Platform, Re:Common, urgewald

20. Januar 2015

Auf der Suche nach neuen Gasquellen droht die Europäische Union (EU) ihre Menschenrechtsstandards zu unterlaufen. Das ist das Ergebnis der Studie „Pipe dreams“ (Download) die das CEE Bankwatch-Netzwerk gemeinsam mit urgewald veröffentlicht hat. Aserbaidschan soll künftig das Gas für die neue Mega-Pipeline Southern Gas Corridor liefern, die vom Kaspischen Meer bis nach Italien verlaufen soll. Mit dem Vorhaben würde die EU das autoritäre Alijew-Regime fördern. Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich am Mittwoch mit Aserbaidschans Präsident Ilham Alijew treffen, um unter anderem über Energiepolitik zu sprechen - hoffentlich auch über die Menschenrechtslage in Aserbaidschan.

14. Januar 2015

Millionen betroffene Menschen, Milliarden-schwere Kreditsummen: Die neuen Umwelt- und Sozialstandards der Weltbank werden über die Lebenssituation in weiten Teilen der Welt mitentscheiden. Der zuständige Bundestags-Ausschuss hat sich mit der Reform der so genannten „Safeguards“ befasst. Die ParlamentarierInnen hörten dazu urgewald-Expertin Korinna Horta als Vertreterin der Nichtregierungsorganisationen.

14. Januar 2015

In seiner ersten Sitzungswoche des Jahres wird sich das Parlament mit den Umwelt- und Sozialstandards bei der einflussreichsten Entwicklungsinstitution der Welt befassen. Im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung stehen die Überarbeitung der Weltbankstandards und die vorgeschlagene Abschwächung von verbindlichen Regeln zum Schutz von Mensch und Natur auf der Tagesordnung (Mittwoch, 14.1.15, Sitzungsbeginn: 9.00 Uhr). An diesen Standards orientieren sich viele andere Finanz- und Entwicklungsinstitutionen.

18. November 2014

Umweltorganisationen protestieren heute in Paris vor der OECD gegen die Förderung fossiler Energien durch Exportkreditagenturen (ECA). Diese Woche treffen sich OECD-Regierungen und -ECAs zur halbjährlichen Diskussion über die Bedingungen, unter denen Exportkredite und –garantien gewährt werden. Ein Diskussionspunkt ist, in welcher Form ECAs zukünftig Kohlekraftwerke unterstützen können. Vor der Sitzung begrüßt urgewald gemeinsam mit anderen Mitgliedern des ECA-Watch Netzwerks (1) die OECD Delegierten mit einer Großpuppe, die die OECD und die Kohlelobby repräsentiert.

6. Oktober 2014

Auch in diesem Jahr wird urgewald auf der Jahrestagung der Weltbank in Washington vertreten sein. Korinna Horta und Knud Vöcking nutzen wie schon in den Vorjahren die Gelegenheit, um sich für die Einhaltung verbindlicher ökologischer und sozialer Standards bei der Weltbank, dem einflussreichsten Entwicklungsfinanzierer der Welt, einzusetzen.

Zentrales Thema ist die Revision der Umwelt- und Sozialstandards. Hier sollen wichtige Schutzmechanismen auf dem Altar der Wettbewerbsfähigkeit der Bank geopfert werden. Horta und Vöcking sind sich einig: das ist der falsche Weg.

18. September 2014

In Brüssel demonstrierten heute zahlreiche Menschen gegen den neuen Entwurf der Sicherheitsstandards der Weltbank. Diesen Entwurf umzusetzen, würde die wichtigsten Ziele der Weltbank, die Bekämpfung extremer Armut und die Förderung des gemeinsamen Wohlstandes, verhöhnen.

20. August 2014

Die Möglichkeit, ein geschütztes Biotop durch eine andere Fläche zu ersetzen, wird Biodiversitäts-Offsetting genannt. Der Mechanismus lässt sich prima einsetzen, um wertvolle Biotope der Zerstörung preiszugeben, etwa für Bauvorhaben, Autobahnen, Pipelines, Bergbau… Die Europäische Union arbeitet an Gesetzen, die solche Biodiversitäts-Offsets erlauben und führt dazu bis zum 17. Oktober 2014 eine Konsultation durch.

13. Juni 2014

urgewald *** CEE Bankwatch Network *** Platform *** Re:Common

Beim heutigen EU Energie-Rat werden Energiesicherheit und die EU-Gasversorgung zentrale Themen sein. Im Oktober 2013 hat die Kommission eine Liste mit prioritären Energieprojekten und im Mai 2014 einen Plan für die Energiesicherheit vorgestellt. Darin spielen neue Gasimport-Pipelines und Flüssiggas-Terminals eine wichtige Rolle. Deren Bau widerspräche jedoch nicht nur den EU Klimazielen, sondern wäre auch nach den eigenen EU-Bedarfsprognosen überflüssig.

11. Juni 2014

Ab kommendem Montag tagt in Paris die „Export Credit Group“ der OECD, die Regeln für Exportkreditagenturen festlegt. Deren Rolle bei Kohleförderung wird diskutiert: Voraussichtlich am Donnerstag, den 19.6. bringen Großbritannien und die USA einen Vorschlag ein, nach dem die Förderung von Kohlekraftwerken durch Exportkredite oder –bürgschaften beendet werden soll. Länder wie Deutschland, Frankreich und Japan, deren Exportkreditagenturen Kohleexporte zwischen 2007 und 2013 mit fast 10 Milliarden US-$ gefördert haben, zögern bei der Unterstützung des Vorschlags.

15. April 2014

Am 9. April begleitete urgewald-Mitarbeiterin Korinna Horta die Menschenrechtsanwältin Delphine Djiraibé zu einer Anhörung vor der Menschenrechtskommission des US-Kongresses. Sie sprach dort im Namen von urgewald und ihrer eigenen Organisation über die Folgen der Ölförderung im Tschad.

Seiten