Presse

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15. September 2016

Die massive Gewalt in der kolumbianischen Kohle-Provinz Cesar hält an. Néstor Iván Martínez, Gemeindevorstand in Chiriguaná, wurde am 11.9.2016 ermordet. Martínez hatte sich zuvor gegen die Expansion der dortigen Kohlemine des US-Konzerns Drummond ausgesprochen. Er hatte sich für die Rückgabe von Land an Vertreibungsopfer in der Provinz im Nordosten Kolumbiens eingesetzt. Eine heute veröffentlichte Studie der niederländischen Organisation PAX belegt, dass es sich bei der Gewalt gegen Martínez nicht um einen Einzelfall handelt. Seit 2012 sind demnach mehr als 200 Menschen in der Region Opfer von Gewalt, Drohungen und Einschüchterungen geworden.

14. September 2016

Brüssel, 14.9.16   Die Europäische Investitionsbank (EIB), die Hausbank Europas, vergibt einen Großteil ihrer Kredite über undurchsichtige Finanzkanäle: 30 bis 40 Prozent des EIB-Geldes fließen über Privatunternehmen der Finanzindustrie wie Banken oder Fonds. Eine neue Untersuchung der urgewald-Partnerorganisation Counter Balance hat die Folgen genauer untersucht und dafür gezielt Kredite an Private-Equity-Fonds analysiert. 29 geprüfte Fonds erhielten im Zeitraum 2011 bis 2015 insgesamt 604 Millionen Euro von der EIB.

5. August 2016

Washington, 5.8.2016    Der Weltbank-Verwaltungsrat hat nach vierjähriger Debatte am Donnerstag neuen Umwelt- und Sozialstandards für die weltweit einflussreichste Entwicklungsinstitution zugestimmt. Entgegen den Versprechungen von Weltbank-Präsident Jim Yong Kim, die bestehenden Regeln zum Schutz von Mensch und Umwelt nicht aushöhlen zu wollen, ist nun genau dies eingetreten.

26. Juli 2016

Sassenberg, 26.7.2016  Die Commerzbank hat vergangenen Freitag eine neue Kohlerichtlinie veröffentlicht. Darin legt sie fest, dass sie keine neuen Kohleminenprojekte und keine neuen Kohlekraftwerke finanziert. Kohleinfrastrukturprojekte und die Modernisierung alter Kohlekraftwerke werden im Einzelnen geprüft und können weiter unterstützt werden. Hier finden Sie unsere Pressemitteilung

19. Juni 2016

Die Organisationen urgewald, FIAN und Rettet den Regenwald haben in Köln gegen ein Staudammprojekt der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG), einer Tochter der Staatsbank KfW, protestiert. Außerdem wurden mehr als 100.000 Unterschriften gegen das Projekt überreicht. Auf flickr finden Sie Fotos von der Flutung für den Staudamm Barro Blanco sowie vom Protest. Hier finden Sie unsere Pressemitteilung.

14. Juni 2016

Berlin, 14.6.16    Heute veröffentlichen die urgewald-Partnerorganisationen Banktrack, Rainforest Action Network, Oil Change International und Sierra Club ihren jährlichen Bericht zur Finanzierung fossiler Energieträger durch große Privatbanken. Der Bericht mit dem Titel „Shorting the Climate“ hat erstmals neben Geldern für Kohleminen und -kraftwerke auch die für extreme Formen der Ölförderung (Ölsande, arktisches Öl und Tiefsee-Öl) und Gasgewinnung (Ausbau nordamerikanischer Flüssiggasterminals) untersucht.

6. Juni 2016

Berlin, 6.6.2016    Am Mittwoch entscheiden die Aktionärinnen und Aktionäre von E.ON über die Aufspaltung des Konzerns in eine „veränderte“ E.ON und ein „neues“ Unternehmen Uniper. Mit dem Schritt will E.ON-Konzernchef Johannes Teyssen nicht nur das Geschäft mit Erneuerbaren Energien, sondern auch den fossilen Kraftwerkspark aus dem E.ON-Portfolio retten. urgewald-Energie-Referent Sebastian Rötters kommentiert: „Ein wirkliches Umdenken ist nicht erkennbar. Uniper soll die klimaschädlichen Kraftwerke auf Jahrzehnte weiter betreiben. Diese Weiter-So-Strategie steht im krassen Widerspruch zum von 195 Staaten vereinbarten Klimaschutzvertrag von Paris. Klimaschutz oder Uniper’s Geschäftsmodell, nur eines von beiden kann erfolgreich sein. E.ON sollte sich der neuen Realität stellen und schleunigst den Ausstieg aus fossilen Altlasten vorantreiben. Mit der simplen Auskopplung von Uniper wurde eine große Chance für den Klimaschutz vertan.“

24. Mai 2016

(Gemeinsame Pressemitteilung zusammen mit NRDC, Kikonet, OCI und WWF)

Japan und Deutschland sind weiterhin die größten staatlichen Geldgeber für Kohlekraftwerke und Kohlebergbau in der industrialisierten Welt. Damit verschärfen sie den Klimawandel, schaden der öffentlichen Gesundheit und gefährden das Pariser Klimaabkommen.

20. Mai 2016

Sassenberg, 20.5.2016    Nach jahrelanger Kritik von urgewald und Partnerorganisationen in den USA unternimmt die Deutsche Bank endlich einen Kurswechsel beim Thema „Mountaintop Removal“ (MTR). Diese besonders brutale Form der Kohleförderung hat im US-Gebirge Appalachen bereits Hunderte Gipfel vernichtet und Millionen Anwohner massiven Gesundheitsgefahren ausgesetzt. Die Deutsche Bank war bisher laut urgewald-Recherchen der wichtigste Geldgeber für diese verheerende Technologie (mehr Informationen dazu unten). Am Donnerstag sagte Jürgen Fitschen, scheidender Co-Chef auf der Hauptversammlung: „Mountaintop Removal, also das Absprengen von Berggipfeln, scheint uns keine legitime und ökologisch sinnvolle Form des Tagebaus zu sein. Deshalb finanzieren wir keine Unternehmen mehr, die wesentlich zu dieser Kohleproduktion beitragen.“

18. Mai 2016

Frankfurt, 18.5.2016    Als John Cryan vor fast einem Jahr zum neuen Konzernchef der Deutschen Bank ernannt wurde, war sein Ziel, „eine bessere Deutsche Bank“ zu schaffen. Vor Cryans erster Hauptversammlung als Vorstandschef am Donnerstag stellt die Nichtregierungsorganisation urgewald fest: Ein Umbau hin zu einer nicht nur finanziell, sondern auch ökologisch und ethisch nachhaltigen Bank ist bislang ausgeblieben. Deshalb werden urgewald-Mitarbeiter vor der Hauptversammlung Putzlappen für Cryans überfälligen Frühjahrsputz verteilen (Fotos auf Anfrage).

12. Mai 2016

Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) begeht heute ihre diesjährige Hauptversammlung in London. Anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens schaut sie zurück und nach vorn unter dem Motto „Den Wandel beeinflussen – die nächsten 25 Jahre“. Dass dieser „Wandel“ oft in die falsche Richtung geht, zeigt der neue Bericht „Lost in Transition, den die urgewald-Partnerorganisation CEE Bankwatch Network veröffentlicht hat. Der Bericht beleuchtet die Arbeit der EBRD anhand von Projekten in Aserbaidschan, der Mongolei, Georgien, der Ukraine und in Ägypten.

10. Mai 2016

Karlsruhe, 10.5.2016    Heute wird der EnBW-Vorstandsvorsitzende Frank Mastiaux auf der Hauptversammlung seines Konzerns nicht nur Rechenschaft darüber ablegen müssen, wie sich EnBW im letzten Jahr entwickelt hat. Er wird auch erklären müssen, warum Deutschlands drittgrößter Energieversorger noch immer umfangreiche Geschäfte mit Kohlelieferanten macht, denen schwerste Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden.

6. Mai 2016

Berlin, 6.5.2016    Am kommenden Dienstag will der Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall in Berlin stolz seine aktuellen Geschäftszahlen präsentieren. Wegen der vielen Krisen und Kriege weltweit sind die Auftragsbücher im Rüstungsbereich gut gefüllt. Mit einem Plus von 90 Mio. Euro vor Zinsen und Steuern kehrte die Rüstungssparte 2015 wieder in die schwarzen Zahlen zurück. Das liegt vor allem an einer problematischen Geschäftsstrategie: „Fast 70 Prozent des Umsatzes macht Rheinmetall mit Kunden außerhalb Europas. Weiteres Wachstumspotential sieht der Konzern vor allem im Mittleren Osten, Nordafrika, in Südostasien und in der Türkei. Damit trägt Rheinmetall zur Aufrüstung von Spannungs- und Konfliktgebieten bei und liefert seine Militärgüter auch an Regime, die Menschenrechte mit Füßen treten und in Kriege verstrickt sind“, kritisiert Barbara Happe, Expertin für Rüstungsfinanzierung bei urgewald.

4. Mai 2016

(Gemeinsame Pressemitteilung von GegenStrömung, Greenpeace, Kritische Aktionäre, Pro Regenwald und urgewald)

München, 4.5.2016    Zur Hauptversammlung der Allianz fordern heute die Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen GegenStrömung, Greenpeace, Pro REGENWALD, Kritische Aktionäre und urgewald ein klares Zeichen des Versicherers, sich nicht an neuen Staudammprojekten im Amazonas zu beteiligen.

3. Mai 2016

Frankfurt, 3.5.2016    Während die Asiatische Entwicklungsbank (ADB) ihre Jahrestagung in Frankfurt abhält, fordern zivilgesellschaftliche Gruppen die Bank auf einer Pressekonferenz zu einem Kurswechsel auf. Zahlreiche Beispiele zeigen, dass ADB-Projekte immer wieder zu Verarmung und Umweltzerstörung führen, statt Entwicklung für Gemeinden und Ökosysteme zu ermöglichen. Dafür trägt Deutschland durch seine Einlagesummen eine Mitverantwortung. Nächstes Jahr feiert die ADB bereits ihr 50.

29. April 2016

From 2nd until 5th of May the Asian Development Bank (ADB) will hold its annual meeting in Frankfurt. In cooperation with numerous international NGOs, the German human rights organization urgewald will use this massive gathering of international government and banking officials to highlight how ADB-funded projects contribute to impoverishment and environmental degradation. Key-problems are the lack of implementation of the ADB’s environmental and social standards and inadequate consultation processes with affected communities. During the ADB annual meeting, we will highlight several specific cases to illustrate serious shortcomings of the ADB and its sister multilateral development banks. These all too often lead to human rights violations, the funding of climate damaging fossil projects, or of hydroelectric dam projects that forcibly displace countless communities and destroy livelihoods.

27. April 2016

(Gemeinsame Presseerklärung von GegenStrömung, Greenpeace, Misereor, Pro REGENWALD, urgewald) 

München, 27.4.2016    Gegen die Zerstörung des Amazonas durch Staudammprojekte demonstrieren heute Umweltaktivisten vor der Hauptversammlung des Rückversicherers Munich Re. „Keine Staudämme im Amazonas“, fordern die Umweltschützer der Verbände GegenStrömung, Greenpeace, Misereor, Pro REGENWALD und urgewald auf einem Banner. Unterstützt werden sie vom Dachverband der Kritischen Aktionäre. Munich Re hat 25 Prozent der Baukosten des umstrittenen brasilianischen Megadamms Belo Monte rückversichert, für den 20.000 Menschen gegen ihren Willen umgesiedelt wurden. Nun könnte der geplante Staudamm São Luiz do Tapajós weitere Gebiete zerstören und den indigenen Munduruku die Heimat nehmen, wenn niemand aufpasst. Munich Re gehört zu den größten ausländischen Rückversicherern Brasiliens. „Es kann nicht sein, dass deutsche Konzerne Großprojekte in Südamerika finanzieren, die Tausenden Menschen die Heimat rauben und massive Urwald- und Klimaschäden verursachen. Munich Re muss alle Beteiligungen an solchen Großprojekten zurückweisen“, fordert Christian Russau von GegenStrömung.

26. April 2016

Stockholm, 26.4.2016    Einen Tag vor der Hauptversammlung des schwedischen Staatskonzerns Vattenfall hat die deutsche Umweltorganisation urgewald einen neuen Report über den Energieversorger im Parlament in Stockholm veröffentlicht. Der Bericht „Vattenfall’s Dark Side“ gibt einen intensiven Einblick in verwerfliche Braun- und Steinkohle-Geschäfte des Energieversorgers. Er liefert neue Einschätzungen zum jüngsten Verkauf der ostdeutschen Braunkohle-Geschäfte und konfrontiert den Konzern erstmals mit erschütternden Menschenrechtsverletzungen im Zuge der Steinkohle-Importe von Vattenfall aus Kolumbien.

19. April 2016

Frankfurt, 19.4.16    Auf der Hauptversammlung am Mittwoch verabschiedet sich Commerzbank-Chef Martin Blessing nach acht turbulenten Jahren von der Vorstandsspitze. Ein „ordentliches“ vergangenes Geschäftsjahr soll seinen Abgang krönen. „Ordentlich“ sind jedoch auch die Risiken aus verwerflichen Geschäften. Vor allem bei der Rüstungsfinanzierung zeigt die Commerzbank große Schwächen und finanziert zahlreiche Rüstungsgrößen im In- und Ausland.

18. April 2016

Essen, 18.4.16   Auf der Hauptversammlung am Mittwoch wird RWE-Chef Peter Terium den Aktionären seine Umbaupläne erklären. „Wir wollen den Energiemarkt der Zukunft gestalten und Vorreiter sein“, beschreibt er die Abspaltung des Unternehmensteils für Erneuerbare Energien, Netze und Vertrieb. Bei genauerem Blick wird klar: RWE bleibt ein Energiekonzern mit Konzepten der Vergangenheit.

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