Kolumbien

Beitrag vom 10. Juni 2016

In Deutschland und im Ausland hat urgewald in diesem Jahr erneut zusammen mit spannenden Gästen die Hauptversammlungen von Konzernen besucht. Unsere Mission: Die Selbstinszenierungen der Unternehmen mit der Realität konfrontieren: Mit getöteten Gewerkschaftern und gesprengten Bergkuppen für den Kohlebergbau, mit Investitionen für den Klimawandel und die Aufrüstung von Krisenregionen. Eine Übersicht über die diesjährigen urgewald-Auftritte und –Aktionen.

Pressemitteilung vom 6. Juni 2016

Berlin, 6.6.2016    Am Mittwoch entscheiden die Aktionärinnen und Aktionäre von E.ON über die Aufspaltung des Konzerns in eine „veränderte“ E.ON und ein „neues“ Unternehmen Uniper. Mit dem Schritt will E.ON-Konzernchef Johannes Teyssen nicht nur das Geschäft mit Erneuerbaren Energien, sondern auch den fossilen Kraftwerkspark aus dem E.ON-Portfolio retten. urgewald-Energie-Referent Sebastian Rötters kommentiert: „Ein wirkliches Umdenken ist nicht erkennbar. Uniper soll die klimaschädlichen Kraftwerke auf Jahrzehnte weiter betreiben. Diese Weiter-So-Strategie steht im krassen Widerspruch zum von 195 Staaten vereinbarten Klimaschutzvertrag von Paris. Klimaschutz oder Uniper’s Geschäftsmodell, nur eines von beiden kann erfolgreich sein. E.ON sollte sich der neuen Realität stellen und schleunigst den Ausstieg aus fossilen Altlasten vorantreiben. Mit der simplen Auskopplung von Uniper wurde eine große Chance für den Klimaschutz vertan.“

Beitrag vom 31. Mai 2016

55.000 Vertriebene, 3.100 Ermordete, 240 Verschwundene: Das ist die Schreckensbilanz der Paramilitärs in der kolumbianischen Kohleregion Cesar. Ein neuer Animationsfilm unseres Kampagnenpartners PAX erklärt den Zusammenhang zwischen billigem Kohlestrom in Europa und der Gewalt in Kolumbien. urgewald stellt auf dieser Seite weitere Informationen zur Verfügung und gibt Tipps, wie StromkundInnen Blutkohle bei ihrem Versorger vermeiden können.

Pressemitteilung vom 10. Mai 2016

Karlsruhe, 10.5.2016    Heute wird der EnBW-Vorstandsvorsitzende Frank Mastiaux auf der Hauptversammlung seines Konzerns nicht nur Rechenschaft darüber ablegen müssen, wie sich EnBW im letzten Jahr entwickelt hat. Er wird auch erklären müssen, warum Deutschlands drittgrößter Energieversorger noch immer umfangreiche Geschäfte mit Kohlelieferanten macht, denen schwerste Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden.

Pressemitteilung vom 26. April 2016

Stockholm, 26.4.2016    Einen Tag vor der Hauptversammlung des schwedischen Staatskonzerns Vattenfall hat die deutsche Umweltorganisation urgewald einen neuen Report über den Energieversorger im Parlament in Stockholm veröffentlicht. Der Bericht „Vattenfall’s Dark Side“ gibt einen intensiven Einblick in verwerfliche Braun- und Steinkohle-Geschäfte des Energieversorgers. Er liefert neue Einschätzungen zum jüngsten Verkauf der ostdeutschen Braunkohle-Geschäfte und konfrontiert den Konzern erstmals mit erschütternden Menschenrechtsverletzungen im Zuge der Steinkohle-Importe von Vattenfall aus Kolumbien.

Pressemitteilung vom 14. April 2016

Wie verheerend die Kohle-Geschäfte deutscher Konzerne wirken, ist Tag für Tag in den Bergbaugebieten Kolumbiens und der USA zu beobachten. Dort zeigt sich, dass der Brennstoff neben den Folgen für das Klima weitere schlimme Konsequenzen für Umwelt und Menschen hat. Die Organisation urgewald hat Paul Corbit Brown (USA) und Maira Mendez (Kolumbien) eingeladen, um deutschen und europäischen Konzernen davon zu berichten. Indem sie Anteilseigner und Konzernmanagement informieren, wollen sie die Unternehmen zu einem Abschied von diesen verwerflichen Geschäften drängen. 

Beitrag vom 1. April 2016

Im März 2015 hat urgewald gemeinsam mit Vertretern weiterer NGOs in Kolumbien betroffene AnwohnerInnen und UnternehmensvertreterInnen zu den massiven Problemen rund um den dortigen Steinkohle-Bergbau befragt. Zeitgleich war auch Glencore-Chef Ivan Glasenberg mit VertreterInnen der Schweizer Zivilgesellschaft vor Ort. Er hat eine Reihe von Versprechungen gemacht, die bis heute nicht eingehalten wurden. In einem offenen Brief an Glasenberg fordern wir und zahlreiche weitere UnterstützerInnen das Konzern-Management zu raschen Verbesserungen auf. 

Pressemitteilung vom 3. Dezember 2015

NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hat bei ihrer Kolumbienreise vom 25. bis 27. November Werbung für NRW-Unternehmen gemacht und dabei kontroverse Themen wie Klimaschutz und Menschenrechtsverletzungen in Zusammenhang mit dem Kohleabbau weitgehend ausgeklammert. 

Pressemitteilung vom 8. Mai 2015

Nach der Hauptversammlung von E.ON am 7. Mai zieht urgewald ein negatives Fazit. Konzernchef Johannes Teyssen hat zwar im Rahmen der anstehenden Konzernaufspaltung immer wieder von erneuerbaren Energien und Nachhaltigkeit gesprochen, zeigte aber keine Ambitionen, den Wendepunkt auch für eine Wende in der Kohlepolitik zu nutzen.

Pressemitteilung vom 22. April 2015

Zur Hauptversammlung des Energiekonzerns RWE am 23. April 2015 sind Gäste aus den Hauptlieferländern der von RWE importierten Kohle angereist. Sie kämpfen in Kolumbien, den USA und Russland mit den schwerwiegenden Umwelt- und Gesundheitsproblemen, die der Kohleabbau verursacht. Unten finden Sie eine Zusammenfassung zum Thema. Die Links zu den übersetzten Redenbeiträgen unserer Gäste und weiteren Materialien stehen hier:

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