30 Jahre urgewald 🎉   mehr lesen >> weiterlesen

RWE - urgewald-Kommentar zur Präsentation der Quartalszahlen

Pressemitteilung
Berlin 10.11.2022

Anlässlich der heutigen Präsentation der Zahlen des dritten Quartals von RWE kommentiert die Umwelt- und Menschenrechtsorganisation urgewald: 

RWE profitiert weiterhin stark von gestiegenen Energiepreisen und somit vom brutalen Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine. Das Unternehmen hat seine Gewinne im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Fossile Energien sind mit 73,4% Anteil aber weiterhin die Hauptquelle von RWE's Stromerzeugung [1]. Das versucht RWE zu kaschieren, indem es sich Stromerzeugung aus fossilem Gas unter „Grüner Stromerzeugung“ anrechnet. Fossiles Gas macht mit 32,4% fast ein Drittel der Stromerzeugung bei RWE aus. Weiterhin plant RWE, das permanente LNG-Terminal in Brunsbüttel erst 2026 in Betrieb zu nehmen.

„RWE’s grüne Werbeversprechen sind weit entfernt von der Realität. Wer fossiles Gas als grünen Strom verkauft und weiterhin fast zwei Drittel des Stromes aus fossilen Energien erzeugt, hat noch einen sehr langen Weg vor sich. Der Bau des permanenten LNG-Terminals in Brunsbüttel kommt zu spät, um uns aus der derzeitigen Gaskrise zu helfen. Diese fossile Gasinfrastruktur steht den deutschen Klimazielen entgegen und unterstreicht, dass RWE weiterhin viel zu sehr auf fossiles Gas setzt“, kommentiert Sonja Meister von urgewald.

RWE klagt gegen den 2030 Kohleausstieg der Niederlande auf Basis des umstrittenen Energiecharta-Vertrags. Dort sieht RWE Investitionen in Kohlekraftwerke gefährdet. 

„Wenn RWE es mit dem Kohleausstieg 2030 ernst meint, sollte es auch endlich die Klage gegen den Kohleausstieg der Niederlande 2030 fallen lassen“, ergänzt Sonja Meister.

Anmerkungen
[1] Die Berechnung basiert auf https://www.rwe.com/-/media/RWE/documents/05-investor-relations/finanzkalendar-und-veroeffentlichungen/2022-Q3/22-10-27-RWE-Q1-Q3-2022-pre-release-capacity-and-power-generation-data.pdf

Hinweis:
urgewald hat gemeinsam mit der ukrainischen NGO Ecoaction eine neue Kampagnenwebseite mit dem Titel „Putins deutsche Dealer“ vor ein paar Tagen veröffentlicht. Hiermit sind die vier großen deutschen Energiekonzerne Uniper, Wintershall Dea/BASF, EnBW mit ihrer Gashandelstochter VNG und RWE gemeint, die allen Warnungen zum Trotz Deutschlands Abhängigkeit von Putins fossiler Energie vorangetrieben haben.

Kontakt

    Bild Anprechpartner   Sonja Meister

    Sonja Meister
    Energie- und Kohlekampagnen
    sonja.meister [at] urgewald.org

    Bild Anprechpartner   Stefanie Jellestad

    Stefanie Jellestad
    Pressesprecherin
    stefanie.jellestad [at] urgewald.org
    +49 (0)30 863 29 22-60

→  Unser Team