Berlin, 16.10.2026
Heute hat der Bundestag mit der Mehrheit aus CDU/CSU und SPD das von der schwarz-roten Bundesregierung geplante Vorhaben „Frühstartrente“ beschlossen. Für jedes Kind ab dem Geburtsjahrgang 2020 möchte die Bundesregierung künftig monatlich 10 Euro an den Kapitalmärkten anlegen.
Dazu kommentiert Julia Dubslaff, Finanz-Analystin bei urgewald:
„Die wichtigste Altersvorsorge für heutige Kinder ist eine entschlossene Bekämpfung der Klimakrise. Dazu gehört ein konsequenter Ausschluss fossiler Investitionen. Aber das Gesetz sieht keine einzige rote Linie für die Geldanlage vor, nicht einmal für Investitionen in rücksichtlos expandierende fossile Konzerne. Dabei sind die brutalen Folgen der Klimakrise schon heute sehr konkret. Bundestag und Bundesregierung müssen den jüngst veröffentlichten Weckruf von Versicherungsexperten [1] ernst nehmen. Eine Geldanlage, die Klimagefahren weiter verschärft, wäre verantwortungslos gegenüber der jungen Generation.“
Frederike Potts, Geschäftsführerin von Facing Finance, ergänzt: „Die Frühstartrente soll Kindern den Start in eine finanziell abgesicherte Zukunft ermöglichen. Doch diese Zukunft ist nicht allein eine Frage der Rendite. Solange klare Anlagekriterien fehlen, kann staatlich gefördertes Geld auch in Öl- und Gaskonzerne wie ExxonMobil und Shell fließen, die mit der Ausweitung fossiler Geschäftsmodelle die Klimakrise weiter verschärfen. Damit droht der Staat, mit dem Geld der jungen Generation genau die Risiken mitzufinanzieren, die deren Zukunft gefährden. Wer für Kinder vorsorgt, muss deshalb fossile Investitionen konsequent ausschließen.“
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