„China und Wir“

Die Konferenz „China und Wir“ widmet sich unterschiedlichen Perspektiven auf Politik, Gesellschaft und die globale Rolle der Volksrepublik China.
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Seminargebäude der Universität Köln, Universitätsstr. 37, 50931 Köln

Im Mittelpunkt der Konferenz stehen Fragen von Frieden, Menschenrechten sowie sozial-ökologischem Wandel. Ziel der Veranstaltung ist es, einen Raum für Analyse und Diskussion zu schaffen, der sowohl westliche Konfrontationspolitik kritisch reflektiert als auch Chinas Machtstrukturen, politische Praxis und internationale Verflechtungen in den Blick nimmt. Die Konferenz versteht sich dabei als kritisch und solidarisch zugleich.

Im Forum 7 am Sonntag um 9:30 Uhr spricht urgewald-Expertin Nora Sausmikat zum Komplex "China und Klima".

China will bis 2060 die CO2-Emissionen auf netto Null reduzieren. Der Anteil nicht-fossiler Energien am Primärenergieverbrauch soll 2030 rund 25 % und im Jahr 2060 über 80 % betragen. Schon heute ist China weltweit führend in der installierten Leistung für Solar-, Wind- und Wasserkraft. Gleichzeitig ist China für 30% der weltweiten Emissionen verantwortlich und es werden neue Kohlekraftwerke gebaut, um den steigenden Energiebedarf zu decken. 2024 hat China mit dem Bau von Kohlekraftwerken mit einer Leistung von rund 94,5 Gigawatt begonnen – ein neuer Höchstwert seit 2015. Neben der Industriepolitik setzt China wie die EU auf die Bepreisung von CO₂-Emissionen, um die ökologische Transformation zu bewältigen. Dazu plant es ein Aufforstungsprogramm: bis 2030 sollen zusätzliche 19 Mrd. m³ Waldvolumen entstehen und der Waldanteil erhöht werden. China verfolgt also auf der einen Seite einen ambitionierten, langfristig strukturierten Plan zur Erreichung von Klimaneutralität bis 2060. Das Gerüst umfasst Zielvorgaben, technologische Förderung, Emissionshandel und massive finanzielle Mittel. Der erweiterte Kohle-Ausbau steht jedoch dazu im Widerspruch und wird das Erreichen der eigenen Ziele gefährden. Wie ist dieser Widerspruch zu bewerten? Welche Rolle spielen dabei die KP und die Privatwirtschaft? Wie ist das Verhältnis zwischen Regulierung und Marktmechanismen (Bepreisung)? Welche Rolle spielt die Umweltbewegung in China?

Veranstalter: Lehrstuhl für Moderne China-Studien, Ostasiatisches Seminar der Universität zu Köln, in Kooperation mit Attac Deutschland, BiKoop e.V., Brot für Welt, Forum Arbeitswelten e.V., dem Kritischen Chinaforum (Assoziation für kritische Gesellschaftsforschung), dem Arbeitsbereich Arbeits- und Wirtschaftssoziologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena sowie dem Lehrstuhl für Entwicklungspolitik der Universität Passau

Datum
20.–22. März 2026
Uhrzeit
Beginn: Freitag, 20.03.2026, 19:00 Uhr,
Ende: Sonntag, 22.03.2026, 16:00 Uhr
Ort
Universitätsstraße 37, 50931 Köln

Weitere Informationen und Anmeldung: hier klicken (extern)