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Deutsche Bank

Deutschlands größte fossile Bank

Trotzdem, dass die Deutsche Banke gerne vom Klimaschutz und positiven Beitrag redet, vergibt sie nach wie vor zu viel Geld an fossile Unternehmen.

Im Kohlebereich hat die Deutsche Bank in den Jahren 2019- 2021 über Kredite und die Ausgabe von Anleihen und Aktien 9,9 Mrd Euro in die globale Kohleindustrie gesteckt (coalexit.org). Damit wurden sogar auch Unternehmen finanziert, die weiterhin neue Kohleminen erschließen oder den Neubau von Kohlekraftwerken vorantreiben. Dies steht klar im Widerspruch zum Pariser Klimaabkommen, da nach Angaben von dem Weltklimarat IPCC, der UN und der Internationalen Energieagentur (IEA) ab sofort keine fossile Expansion mehr stattfinden darf, wenn wir das 1,5 °C Ziel halten wollen.

Seit einigen Jahren überarbeitet die Deutsche Bank ihre Richtlinie im Kohlebereich. Leider fehlen bisher ambitionierte  Resultate, welche die Finanzierung von Unternehmen verhindern, die Kohle weiter ausbauen oder Unternehmen verpflichten sich zu einem Kohleausstieg bis 2030 zu bekennen und ihr Portfolio in diesem Bereich zu minimieren.

Noch schlechter sieht es im Ă–l- und Gasbereich aus. GegenĂĽber Reuters hat die Deutsche Bank kurz vor ihrer Hauptversammlung im Mai 2022, die direkte Finanzierung der umstrittenen East African Crude Oil Pipeline (EACOP), die Ă–l von Uganda nach Tanzania transportieren soll, ausgeschlossen. Gleichzeitig hat sie aber mit anderen Banken ein revolvierenden Kredit ĂĽber 8 Milliarden Euro an das Unternehmen vergeben, dass den Bau der Pipeline maĂźgeblich vorantreibt, an den Ă–l- und Gaskonzern TotalEnergies.

TotalEnergies gehört weltweit zu den Öl- und Gasunternehmen mit den größten Expansionsplänen. Dazu zählen neben der East African Crude Oil Pipeline (EACOP), Flüssiggasprojekte in Mosambik,sowie Gewinnung von Ölsanden aus Alberta in Kanada, Ölbohrungen vor Guyana und in der norwegischen Barentssee.

Auch weitere Öl- und Gasunternehmen, die ihr klimaschädliches Geschäftsmodell trotz Warnungen der Wissenschaft ausbauen, hat die Deutsche Bank im letzten Jahr finanziert: Im Februar 2021 beteiligte sich die Deutsche Bank an der Ausgabe einer 2 Milliarden US-Dollar-Firmenanleihe für BP; im Mai 2021 an einem Kredit über 6 Milliarden US-Dollar für Equinor; im Juni 2021 an der Ausgabe einer 12,5 Milliarden US-Dollar-Firmenanleihe für QatarEnergy; im August 2021 an einem 10 Milliarden US-Dollar-Kredit für ExxonMobil.