Antiwar Protest

Sanktionslücken schließen, Ukraine unterstützen

Russlands Krieg gegen die Ukraine wird durch Einnahmen aus fossilen Energien finanziert. Wir arbeiten daran, diese Geldströme zu kappen.

Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine 2022 bestehen trotz zahlreicher Sanktionen weiterhin erhebliche Sanktionslücken. Russisches LNG, Öl und Kernbrennstoff gelangen noch immer auf internationale Märkte und sichern Russlands Energieeinnahmen.

urgewald recherchiert, welche Unternehmen, Schiffe, Finanzströme und Lieferketten diese Exporte ermöglichen. Unsere Analysen zu russischem LNG, Öltransporten, Kernbrennstoff und Sanktionsumgehung unterstützen Journalist*innen, Parlamentarier*innen sowie Regulierungs- und Durchsetzungsbehörden.

Wir machen sichtbar, wo Ausnahmeregelungen, unzureichende Kontrollen und wirtschaftliche Interessen Sanktionen abschwächen. Unsere Recherchen fließen in internationale Medienberichte und politische Debatten ein und stärken die Forderung nach wirksamen Sanktionen gegen russische Energieexporte.

Wirksame Sanktionen erfordern konsequente Umsetzung und politischen Willen. Dazu liefert urgewald die notwendige Transparenz und Faktenbasis.

Für Medienanfragen oder weitere Informationen
Sebastian Rötters
Sebastian Rötters
Energie- und Kohlekampagnen
sebastian@urgewald.org
Alexander Kirk
Alexander Kirk
Strategic Communications Specialist
Alexander.Kirk@urgewald.org

Alex Sobel, Sebastian, Alexander holding a leaflet

urgewald-Campaigner Alexander Kirk (links) und Sebastian Rötters (rechts) briefen Alex Sobel MP, Vorsitzender der Ukraine All Party Parliamentary Group, zu Seapeak. Das britische Unternehmen trägt dazu bei, dass russische LNG-Exporte aus der Arktis über die Arc7-Flotte noch möglich sind.

Russisches LNG und die Arc7-Flotte

Russlands Flüssigerdgas (LNG)-Projekte in der Arktis wurden gebaut, um globale Märkte über Jahrzehnte zu beliefern. Trotz Sanktionen fließt das LNG weiterhin über eine kleine Flotte spezialisierter, eisbrechender Tanker.

urgewald beobachtet diese Flotte, die Unternehmen, die sie betreiben, und die Abnehmer, die das LNG erhalten. Unsere Recherchen haben aufgedeckt, dass europäische Nachfrage, Häfen, Dienstleistungen und Schifffahrtsverbindungen das Yamal LNG-Projekt im nordwestlichen Sibirien am Leben erhalten – selbst wenn Regierungen versprechen, russische Gasimporte zu beenden. Unsere Arbeit hat dazu beigetragen, die Arc7-Flotte und ihre europäischen Unterstützer in die politische Debatte zu rücken, unter anderem im britischen Parlament und bei Diskussionen in Brüssel über die Schließung von Schlupflöchern beim LNG-Transport und der damit verbundenen Dienstleistungen.

latest press releases on our campaign

Wir decken russische fossile Lieferketten auf

Russlands Exporte fossiler Brennstoffe basieren auf globalen Lieferketten aus Tankern, Häfen, Händlern, Versicherern und Dienstleistern. urgewald verfolgt diese Handelsströme mit modernen Daten- und Analysetools und macht sichtbar, wohin russische fossile Brennstoffe gelangen und welche Unternehmen daran verdienen.

Wir analysieren Schifffahrts-, Handels- und Marktdaten und stellen die Ergebnisse Journalist*innen, politischen Entscheidungsträger*innen, Regulierungs- und Durchsetzungsbehörden zur Verfügung. Unsere Recherchen liefern aktuelle Belege für Sanktionsumgehung und unterstützen Partner weltweit dabei, Missstände öffentlich zu machen und wirksamere Maßnahmen gegen russische Energieexporte einzufordern.

Transparenz über Lieferketten und Handelsströme ist eine Voraussetzung für wirksame Sanktionen. Deshalb decken wir die Netzwerke auf, die Russlands Energieeinnahmen trotz internationaler Sanktionen weiterhin sichern.

Vladimir Slivyak at an anti war protest

Vladimir Slivyak, Co-Vorsitzender von Ecodefense und Right-Livelihood-Preisträger

Strategische Abhängigkeit von atomaren Brennelementen

Mehrere europäische Länder sind weiterhin auf russischen Kernbrennstoff angewiesen. Das erschwert strengere Sanktionen gegen den russischen Staatskonzern Rosatom und schwächt den politischen Druck auf den Kreml.

Gemeinsam mit unserem Partner Ecodefense untersuchen wir, welchen Einfluss Mokau über Atomprojekte weltweit gewinnt: Wir zeigen, wie Rosatom Teil von Russlands geopolitischem Einfluss und seiner Kriegswirtschaft ist. Unsere Recherchen beleuchten unter anderem das Brennstoffwerk im niedersächsischen Lingen, das ungarische Paks-II-Projekt sowie die Lieferketten für russischen Kernbrennstoff in Europa.

Eine geringere Abhängigkeit von russischer Kernenergie stärkt die Wirksamkeit von Sanktionen.

Alex Kirk speaken at a demonstration on sanctions on russia

Alexander Kirk auf einer Protestaktion für schärfere Sanktionen gegen russische Energieexporte.

Recherchen, Medienarbeit und politischer Druck

Wir verbinden Recherche, strategische Kommunikation und politische Interessenvertretung, um Sanktionen gegen Russland wirksamer zu machen. Wir veröffentlichen unsere Recherchen nicht nur, sondern bringen sie gezielt in politische Entscheidungsprozesse, Medienberichterstattung und öffentliche Debatten ein. So tragen wir dazu bei, komplexe Daten in konkrete politische Maßnahmen, öffentliche Kontrolle und eine fundierte Debatte über Sanktionen der EU, des Vereinigten Königreichs und ihrer Partner zu übersetzen.

Auch international arbeiten wir mit zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammen. Gemeinsam mit Partnern in Taiwan haben wir die Abhängigkeit von russischen Energieimporten dokumentiert und veröffentlicht. Die taiwanesischen Behörden erklärten daraufhin, sie würden bei weiteren Beschränkungen russischer Energieimporte kooperieren und strengere Kontrollen gegen russische Energieexporte voranbringen.

Das Ziel ist einfach: Lücken aufdecken, schließen und dafür sorgen, dass Sanktionen schwerer zu ignorieren sind.

Diese wichtige Arbeit ist nur dank Ihrer Unterstützung möglich.