Presse

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Moritz Schröder: moritz@urgewald.de +++ (+49) 02583/3049219

14. Juni 2016

Berlin, 14.6.16    Heute veröffentlichen die urgewald-Partnerorganisationen Banktrack, Rainforest Action Network, Oil Change International und Sierra Club ihren jährlichen Bericht zur Finanzierung fossiler Energieträger durch große Privatbanken. Der Bericht mit dem Titel „Shorting the Climate“ hat erstmals neben Geldern für Kohleminen und -kraftwerke auch die für extreme Formen der Ölförderung (Ölsande, arktisches Öl und Tiefsee-Öl) und Gasgewinnung (Ausbau nordamerikanischer Flüssiggasterminals) untersucht.

6. Juni 2016

Berlin, 6.6.2016    Am Mittwoch entscheiden die Aktionärinnen und Aktionäre von E.ON über die Aufspaltung des Konzerns in eine „veränderte“ E.ON und ein „neues“ Unternehmen Uniper. Mit dem Schritt will E.ON-Konzernchef Johannes Teyssen nicht nur das Geschäft mit Erneuerbaren Energien, sondern auch den fossilen Kraftwerkspark aus dem E.ON-Portfolio retten. urgewald-Energie-Referent Sebastian Rötters kommentiert: „Ein wirkliches Umdenken ist nicht erkennbar. Uniper soll die klimaschädlichen Kraftwerke auf Jahrzehnte weiter betreiben. Diese Weiter-So-Strategie steht im krassen Widerspruch zum von 195 Staaten vereinbarten Klimaschutzvertrag von Paris. Klimaschutz oder Uniper’s Geschäftsmodell, nur eines von beiden kann erfolgreich sein. E.ON sollte sich der neuen Realität stellen und schleunigst den Ausstieg aus fossilen Altlasten vorantreiben. Mit der simplen Auskopplung von Uniper wurde eine große Chance für den Klimaschutz vertan.“

24. Mai 2016

(Gemeinsame Pressemitteilung zusammen mit NRDC, Kikonet, OCI und WWF)

Japan und Deutschland sind weiterhin die größten staatlichen Geldgeber für Kohlekraftwerke und Kohlebergbau in der industrialisierten Welt. Damit verschärfen sie den Klimawandel, schaden der öffentlichen Gesundheit und gefährden das Pariser Klimaabkommen.

20. Mai 2016

Sassenberg, 20.5.2016    Nach jahrelanger Kritik von urgewald und Partnerorganisationen in den USA unternimmt die Deutsche Bank endlich einen Kurswechsel beim Thema „Mountaintop Removal“ (MTR). Diese besonders brutale Form der Kohleförderung hat im US-Gebirge Appalachen bereits Hunderte Gipfel vernichtet und Millionen Anwohner massiven Gesundheitsgefahren ausgesetzt. Die Deutsche Bank war bisher laut urgewald-Recherchen der wichtigste Geldgeber für diese verheerende Technologie (mehr Informationen dazu unten). Am Donnerstag sagte Jürgen Fitschen, scheidender Co-Chef auf der Hauptversammlung: „Mountaintop Removal, also das Absprengen von Berggipfeln, scheint uns keine legitime und ökologisch sinnvolle Form des Tagebaus zu sein. Deshalb finanzieren wir keine Unternehmen mehr, die wesentlich zu dieser Kohleproduktion beitragen.“

18. Mai 2016

Frankfurt, 18.5.2016    Als John Cryan vor fast einem Jahr zum neuen Konzernchef der Deutschen Bank ernannt wurde, war sein Ziel, „eine bessere Deutsche Bank“ zu schaffen. Vor Cryans erster Hauptversammlung als Vorstandschef am Donnerstag stellt die Nichtregierungsorganisation urgewald fest: Ein Umbau hin zu einer nicht nur finanziell, sondern auch ökologisch und ethisch nachhaltigen Bank ist bislang ausgeblieben. Deshalb werden urgewald-Mitarbeiter vor der Hauptversammlung Putzlappen für Cryans überfälligen Frühjahrsputz verteilen (Fotos auf Anfrage).

12. Mai 2016

Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) begeht heute ihre diesjährige Hauptversammlung in London. Anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens schaut sie zurück und nach vorn unter dem Motto „Den Wandel beeinflussen – die nächsten 25 Jahre“. Dass dieser „Wandel“ oft in die falsche Richtung geht, zeigt der neue Bericht „Lost in Transition, den die urgewald-Partnerorganisation CEE Bankwatch Network veröffentlicht hat. Der Bericht beleuchtet die Arbeit der EBRD anhand von Projekten in Aserbaidschan, der Mongolei, Georgien, der Ukraine und in Ägypten.

10. Mai 2016

Karlsruhe, 10.5.2016    Heute wird der EnBW-Vorstandsvorsitzende Frank Mastiaux auf der Hauptversammlung seines Konzerns nicht nur Rechenschaft darüber ablegen müssen, wie sich EnBW im letzten Jahr entwickelt hat. Er wird auch erklären müssen, warum Deutschlands drittgrößter Energieversorger noch immer umfangreiche Geschäfte mit Kohlelieferanten macht, denen schwerste Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden.

6. Mai 2016

Berlin, 6.5.2016    Am kommenden Dienstag will der Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall in Berlin stolz seine aktuellen Geschäftszahlen präsentieren. Wegen der vielen Krisen und Kriege weltweit sind die Auftragsbücher im Rüstungsbereich gut gefüllt. Mit einem Plus von 90 Mio. Euro vor Zinsen und Steuern kehrte die Rüstungssparte 2015 wieder in die schwarzen Zahlen zurück. Das liegt vor allem an einer problematischen Geschäftsstrategie: „Fast 70 Prozent des Umsatzes macht Rheinmetall mit Kunden außerhalb Europas. Weiteres Wachstumspotential sieht der Konzern vor allem im Mittleren Osten, Nordafrika, in Südostasien und in der Türkei. Damit trägt Rheinmetall zur Aufrüstung von Spannungs- und Konfliktgebieten bei und liefert seine Militärgüter auch an Regime, die Menschenrechte mit Füßen treten und in Kriege verstrickt sind“, kritisiert Barbara Happe, Expertin für Rüstungsfinanzierung bei urgewald.

4. Mai 2016

(Gemeinsame Pressemitteilung von GegenStrömung, Greenpeace, Kritische Aktionäre, Pro Regenwald und urgewald)

München, 4.5.2016    Zur Hauptversammlung der Allianz fordern heute die Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen GegenStrömung, Greenpeace, Pro REGENWALD, Kritische Aktionäre und urgewald ein klares Zeichen des Versicherers, sich nicht an neuen Staudammprojekten im Amazonas zu beteiligen.

3. Mai 2016

Frankfurt, 3.5.2016    Während die Asiatische Entwicklungsbank (ADB) ihre Jahrestagung in Frankfurt abhält, fordern zivilgesellschaftliche Gruppen die Bank auf einer Pressekonferenz zu einem Kurswechsel auf. Zahlreiche Beispiele zeigen, dass ADB-Projekte immer wieder zu Verarmung und Umweltzerstörung führen, statt Entwicklung für Gemeinden und Ökosysteme zu ermöglichen. Dafür trägt Deutschland durch seine Einlagesummen eine Mitverantwortung. Nächstes Jahr feiert die ADB bereits ihr 50.

29. April 2016

From 2nd until 5th of May the Asian Development Bank (ADB) will hold its annual meeting in Frankfurt. In cooperation with numerous international NGOs, the German human rights organization urgewald will use this massive gathering of international government and banking officials to highlight how ADB-funded projects contribute to impoverishment and environmental degradation. Key-problems are the lack of implementation of the ADB’s environmental and social standards and inadequate consultation processes with affected communities. During the ADB annual meeting, we will highlight several specific cases to illustrate serious shortcomings of the ADB and its sister multilateral development banks. These all too often lead to human rights violations, the funding of climate damaging fossil projects, or of hydroelectric dam projects that forcibly displace countless communities and destroy livelihoods.

27. April 2016

(Gemeinsame Presseerklärung von GegenStrömung, Greenpeace, Misereor, Pro REGENWALD, urgewald) 

München, 27.4.2016    Gegen die Zerstörung des Amazonas durch Staudammprojekte demonstrieren heute Umweltaktivisten vor der Hauptversammlung des Rückversicherers Munich Re. „Keine Staudämme im Amazonas“, fordern die Umweltschützer der Verbände GegenStrömung, Greenpeace, Misereor, Pro REGENWALD und urgewald auf einem Banner. Unterstützt werden sie vom Dachverband der Kritischen Aktionäre. Munich Re hat 25 Prozent der Baukosten des umstrittenen brasilianischen Megadamms Belo Monte rückversichert, für den 20.000 Menschen gegen ihren Willen umgesiedelt wurden. Nun könnte der geplante Staudamm São Luiz do Tapajós weitere Gebiete zerstören und den indigenen Munduruku die Heimat nehmen, wenn niemand aufpasst. Munich Re gehört zu den größten ausländischen Rückversicherern Brasiliens. „Es kann nicht sein, dass deutsche Konzerne Großprojekte in Südamerika finanzieren, die Tausenden Menschen die Heimat rauben und massive Urwald- und Klimaschäden verursachen. Munich Re muss alle Beteiligungen an solchen Großprojekten zurückweisen“, fordert Christian Russau von GegenStrömung.

26. April 2016

Stockholm, 26.4.2016    Einen Tag vor der Hauptversammlung des schwedischen Staatskonzerns Vattenfall hat die deutsche Umweltorganisation urgewald einen neuen Report über den Energieversorger im Parlament in Stockholm veröffentlicht. Der Bericht „Vattenfall’s Dark Side“ gibt einen intensiven Einblick in verwerfliche Braun- und Steinkohle-Geschäfte des Energieversorgers. Er liefert neue Einschätzungen zum jüngsten Verkauf der ostdeutschen Braunkohle-Geschäfte und konfrontiert den Konzern erstmals mit erschütternden Menschenrechtsverletzungen im Zuge der Steinkohle-Importe von Vattenfall aus Kolumbien.

19. April 2016

Frankfurt, 19.4.16    Auf der Hauptversammlung am Mittwoch verabschiedet sich Commerzbank-Chef Martin Blessing nach acht turbulenten Jahren von der Vorstandsspitze. Ein „ordentliches“ vergangenes Geschäftsjahr soll seinen Abgang krönen. „Ordentlich“ sind jedoch auch die Risiken aus verwerflichen Geschäften. Vor allem bei der Rüstungsfinanzierung zeigt die Commerzbank große Schwächen und finanziert zahlreiche Rüstungsgrößen im In- und Ausland.

18. April 2016

Essen, 18.4.16   Auf der Hauptversammlung am Mittwoch wird RWE-Chef Peter Terium den Aktionären seine Umbaupläne erklären. „Wir wollen den Energiemarkt der Zukunft gestalten und Vorreiter sein“, beschreibt er die Abspaltung des Unternehmensteils für Erneuerbare Energien, Netze und Vertrieb. Bei genauerem Blick wird klar: RWE bleibt ein Energiekonzern mit Konzepten der Vergangenheit.

14. April 2016

Wie verheerend die Kohle-Geschäfte deutscher Konzerne wirken, ist Tag für Tag in den Bergbaugebieten Kolumbiens und der USA zu beobachten. Dort zeigt sich, dass der Brennstoff neben den Folgen für das Klima weitere schlimme Konsequenzen für Umwelt und Menschen hat. Die Organisation urgewald hat Paul Corbit Brown (USA) und Maira Mendez (Kolumbien) eingeladen, um deutschen und europäischen Konzernen davon zu berichten. Indem sie Anteilseigner und Konzernmanagement informieren, wollen sie die Unternehmen zu einem Abschied von diesen verwerflichen Geschäften drängen. 

8. April 2016

Auf der Frühjahrstagung vom 12. bis 17. April in Washington steht unter anderem die Überarbeitung der Sozial- und Umweltstandards auf dem Programm. urgewald ist mit drei Experten vor Ort. Die wichtigsten Themen und Hintergründe in unserer Zusammenfassung.

7. April 2016

Berlin, 7.4.16    Mit ihrer heute vorgestellten Studie „Die Waffen meiner Bank“ legen die Menschenrechtsorganisationen Facing Finance und urgewald Recherchen zu den deutschen Geldgebern relevanter Rüstungshersteller vor. Untersucht wurden deutsche Banken und ihre Finanzbeziehungen der letzten drei Jahre zu wichtigen globalen und nationalen Rüstungsfirmen. Auch vergleicht die Broschüre die Bankenrichtlinien für den Rüstungssektor und analysiert Waffeninvestitionen der gängigsten Fonds deutscher Sparer/innen.

18. März 2016

Berlin, 18.3.2016    Ein Bündnis internationaler Nichtregierungsorganisationen fordert in einem offenen Brief an die Vorstände der Voith GmbH und der Siemens AG, sich angesichts einer Mordserie gegen Menschenrechts- und Umweltaktivist*innen in Honduras aus dem Staudammprojekt „Agua Zarca" zurückzuziehen. Das Joint Venture der beiden Unternehmen, Voith Hydro, ist mit Verträgen über Turbinenlieferungen an dem Vorhaben beteiligt.

17. März 2016

Berlin, 17.3.16   Durch Recherchen in den vergangenen Wochen konnten urgewald und die US-Organisation Rainforest Action Network (RAN) skandalöse Geschäfte von RWE und Deutsche Bank aufdecken. Demnach treiben beide Konzerne den Kohlebergbau mittels „Mountaintop Removal“ (MTR) voran. MTR ist ein extrem brutales Abbauverfahren, bei dem in den US-amerikanischen Appalachen ganze Bergspitzen gesprengt werden, um an die Kohle zu gelangen. Aus grünen Wäldern werden graue Mondlandschaften. Den mit Chemikalien belasteten Abraum kippen die Firmen in umliegende Täler. Wasserläufe werden kontaminiert, Menschen leiden unter hoher Staubbelastung und vergifteten Gewässern. Studien des Gesundheitswissenschaftlers Michael Hendryx (Indiana University) gehen pro Jahr von bis zu 1.500 zusätzlichen Todesfällen im Zusammenhang mit MTR aus. (vgl. neue Web-Dokumentation: http://urgewald.pageflow.io/mtr)

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