Presse

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Moritz Schröder: moritz@urgewald.de +++ (+49) 02583/3049219

7. April 2016

Berlin, 7.4.16    Mit ihrer heute vorgestellten Studie „Die Waffen meiner Bank“ legen die Menschenrechtsorganisationen Facing Finance und urgewald Recherchen zu den deutschen Geldgebern relevanter Rüstungshersteller vor. Untersucht wurden deutsche Banken und ihre Finanzbeziehungen der letzten drei Jahre zu wichtigen globalen und nationalen Rüstungsfirmen. Auch vergleicht die Broschüre die Bankenrichtlinien für den Rüstungssektor und analysiert Waffeninvestitionen der gängigsten Fonds deutscher Sparer/innen.

18. März 2016

Berlin, 18.3.2016    Ein Bündnis internationaler Nichtregierungsorganisationen fordert in einem offenen Brief an die Vorstände der Voith GmbH und der Siemens AG, sich angesichts einer Mordserie gegen Menschenrechts- und Umweltaktivist*innen in Honduras aus dem Staudammprojekt „Agua Zarca" zurückzuziehen. Das Joint Venture der beiden Unternehmen, Voith Hydro, ist mit Verträgen über Turbinenlieferungen an dem Vorhaben beteiligt.

17. März 2016

Berlin, 17.3.16   Durch Recherchen in den vergangenen Wochen konnten urgewald und die US-Organisation Rainforest Action Network (RAN) skandalöse Geschäfte von RWE und Deutsche Bank aufdecken. Demnach treiben beide Konzerne den Kohlebergbau mittels „Mountaintop Removal“ (MTR) voran. MTR ist ein extrem brutales Abbauverfahren, bei dem in den US-amerikanischen Appalachen ganze Bergspitzen gesprengt werden, um an die Kohle zu gelangen. Aus grünen Wäldern werden graue Mondlandschaften. Den mit Chemikalien belasteten Abraum kippen die Firmen in umliegende Täler. Wasserläufe werden kontaminiert, Menschen leiden unter hoher Staubbelastung und vergifteten Gewässern. Studien des Gesundheitswissenschaftlers Michael Hendryx (Indiana University) gehen pro Jahr von bis zu 1.500 zusätzlichen Todesfällen im Zusammenhang mit MTR aus. (vgl. neue Web-Dokumentation: http://urgewald.pageflow.io/mtr)

15. März 2016

Am kommenden Wochenende (19./20.3.) informiert urgewald auf der Messe „Heldenmarkt“ in Bochum über ethische und unethische Bankgeschäfte und stellt neue Bildungsmaterialien zum Thema vor (Fächer Praktische Philosophie & Sozialwissenschaften). Auf dem „Heldenmarkt“ können Besucher außerdem an unserem multimedialen Bankautomat und an umgestalteten Schließfächern die „dunklen Geheimnisse" der Banken und Versicherer lüften. Dazu gehören: Investitionen in Atomkraft, in verheerenden Kohlebergbau, Gentechnik oder Waffenhersteller. Solche zerstörerischen Investitionen sind vermeidbar. Wir zeigen, wie es geht.

11. März 2016

Heute hat die Deutsche Bank ihre neuen Unternehmensberichte für das vergangene Jahr veröffentlicht. Die Umweltorganisation urgewald sieht darin einen Beleg, dass Deutschlands größte Privatbank an der massiven Finanzierung der klimaschädlichen Kohle-Industrie festhalten will. Im Bericht „Unternehmerische Verantwortung“ schreibt die Bank lapidar, Kohle werde weiterhin benötigt. Dies nutzt sie als Rechtfertigung, um weiterhin Milliarden in diesen klimaschädlichen Sektor zu investieren. Die erstmals verkündete Reduzierung der Gelder für das verwerfliche Kohleabbau-Verfahren "Mountaintop Removal" (MTR) reicht bei Weitem nicht aus.

9. März 2016

Die Umweltorganisationen urgewald und Framtiden i våre hender (Die Zukunft in unseren Händen, FIVH) haben nach dem Kohle-Ausstiegs-Beschluss in Norwegen erstmals die neue Holdings List des dortigen staatlichen Pensionsfonds (GPFG) analysiert: „Die gute Nachricht ist, dass Norwegens Zentralbank Norges Bank im letzten Jahr Anteile von 54 Kohlefirmen veräußert hat, die schlechte: Mehr als 70 Kohlefirmen sind noch im Portfolio.

10. Februar 2016

Vom 16. – 20. Februar informiert urgewald auf der Bildungsmesse „didacta“ in Köln über ethische und unethische Bankgeschäfte und stellt neue Bildungsmaterialien vor (Fächer Praktische Philosophie & Sozialwissenschaften). Diese haben zwei Lehrerinnen des Lise-Meitner-Gymnasiums in Leverkusen mit Unterstützung von urgewald entwickelt.

29. Januar 2016

Stahlwerkstaub, heikle Partner, Waffen für Konfliktregionen: Zur Thyssenkrupp-Hauptversammlung hat ein Bündnis von Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen den Konzern zu einem ernstzunehmenden Kurswechsel aufgefordert. Lesen Sie unten die Rede von urgewald-Expertin Barbara Happe und die Pressemitteilung des NGO-Bündnisses.

22. Januar 2016

In Brüssel finden vom 25.-27. Januar Konsultationen zu den Sozial- und Umweltstandards der Weltbank statt. urgewald ist mit drei Experten vor Ort. Die wichtigsten Themen und Hintergründe in unserer Zusammenfassung.

15. Januar 2016

Mit einer Eröffnungszeremonie in Peking und einer dreitägigen Konferenz soll am Samstag die neue Infrastrukturbank AIIB (Asian Infrastructure Investment Bank) ihren Betrieb aufnehmen. Erstmals steht damit China an der Spitze einer multilateralen Bank, an der auch westliche Staaten wie Deutschland beteiligt sind. Diese verleihen der von Peking dominierten AIIB Glaubwürdigkeit auf den Kapitalmärkten.

7. Januar 2016

Vom 17. bis zum 22. Januar werden drei Gäste aus dem Kosovo in Deutschland über die Folgen des Braunkohle-Abbaus in ihrem Land berichten. Durch den Tagebau und seine geplante Erweiterung sind Tausende Menschen von Zwangsumsiedlungen bedroht – trotz Verstößen gegen Weltbank-Regeln bei bereits durchgeführten Umsiedlungen und kostengünstigen Alternativen zur Braunkohle. Ragip Grajqevci und Egzon Grajçevci, zwei Betroffene aus dem Dorf Hade, wollen in Gesprächen mit der deutschen Politik und hiesigen Braunkohle-Betroffenen über die Folgen des Tagebaus für Mensch und Umwelt sprechen. Sie werden begleitet von der Entwicklungsexpertin Rinora Gojani vom kosovarischen Institut INDEP. Eine Station der Besucher wird am 21. Januar das rheinische Braunkohlerevier sein. Bei Interview-Anfragen an die Albanisch-sprachigen Gäste sind Übersetzungen in Englisch bzw. Deutsch möglich.

3. Dezember 2015

NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hat bei ihrer Kolumbienreise vom 25. bis 27. November Werbung für NRW-Unternehmen gemacht und dabei kontroverse Themen wie Klimaschutz und Menschenrechtsverletzungen in Zusammenhang mit dem Kohleabbau weitgehend ausgeklammert. 

2. Dezember 2015

Ein heute veröffentlichter Report deckt auf, welche Finanzgeschäfte die weltweit größten Banken mit dem Kohlesektor machen. Während Staatschefs und Delegierte aus aller Welt auf der Klimakonferenz in Paris tagen, zeigt die Untersuchung The Coal Test: Where Banks Stand on Climate at COP 21, dass sieben Banken in jüngerer Zeit eine Reduzierung bzw. den Stopp der Finanzierung von Kohle-Bergbau oder Kohle-Kraftwerksbetreibern beschlossen haben. 

23. November 2015
  • Allianz reagiert auf jahrelange Kritik mit deutlicher Kürzung seiner Kohle-Anlagen
  • Versicherungskonzern verfolgt ähnlichen Divestment-Ansatz wie Norwegischer Pensionsfonds
  • urgewald-Studie: Dt. Finanzinstitutionen haben 8,7 Mrd. € in Braunkohle investiert
18. November 2015

Gestern Abend haben sich in Paris die OECD-Mitglieder auf Einschränkungen beim Export von Kohlekraftwerken geeinigt. Danach sollen staatliche Exportbürgschaften, in Deutschland die so genannten Hermes-Bürgschaften, in Zukunft nur noch für „besonders effiziente“ Kohlekraftwerke möglich sein. Der Einigung ging eine fast zweijährige Diskussion voraus. Umweltorganisationen wie urgewald halten den Beschluss aus Klimaschutzsicht für völlig unzureichend.  

4. November 2015

Im Zeitraum 2012 bis 2015 haben mehrere deutsche Finanzinstitutionen im großen Stil den Kohlesektor auf den Philippinen gefördert. Das ergibt eine neue Analyse, die urgewald im Rahmen einer Pressekonferenz zusammen mit philippinischen Gästen vorgestellt hat. Untersucht wurden Kohlefirmen, die maßgeblich neue Kraftwerke oder Minen in dem Land vorantreiben. Die in sie investierte Summe liegt bei rund 5,7 Milliarden Euro. Der größte Investor ist mit Abstand die Deutsche Bank mit 4,5 Mrd. Euro, gefolgt vom Versicherer Allianz mit 961 Millionen Euro (ausführliche Liste zum Download).

17. September 2015

Der indische Kohlekonzern Coal India plant eine Kapitalerhöhung. Im Vorfeld wirbt er um die Unterstützung durch Banken weltweit. Auch die Deutsche Bank zählt zu den möglichen Partnern. Seit dem Börsengang des Konzerns 2010 unterstützt die Deutsche Bank den Konzern regelmäßig. Auf Nachfrage verweigert sie ein klares Bekenntnis gegen eine erneute Beteiligung. Dabei ist Coal India für heftige Umweltvergehen und Vertreibungen der indischen Landbevölkerung verantwortlich.

5. August 2015

Washington, 5.8.15 Die Weltbank versucht weiter, elementare Schutzstandards für Umwelt und Millionen betroffene Menschen zu verwässern. Gestern Abend (CEST) hat die global einflussreichste Entwicklungsbank den zweiten Entwurf des „Environmental & Social Safeguards Framework“ veröffentlicht.

22. Juli 2015

Update (23.7.15): Der Verwaltungsrat der Entwicklungsbank EBRD hat heute einen Kredit in Höhe von 500 Millionen US-Dollar für den russischen Öl- und Gaskonzern Lukoil genehmigt. Konkret wird die EBRD einen Teil zur Gesamtsumme beitragen und weitere Banken einladen, sich ebenfalls zu beteiligen. urgewald-Expertin Regine Richter kommentiert: Das ist eine enttäuschende Entscheidung des Verwaltungsrats. Zu den EBRD-Kernaufgaben gehört die Förderung von Menschenrechten, Demokratie, Pluralismus und Rechtssicherheit. Das aserbaidschanische Regime tritt all diese Werte mit Füßen und nutzt seine Öl- und Gasvorkommen als Joker, um damit durchzukommen."

15. Juli 2015

Djeralar Miankeol, Menschenrechtsaktivist und Direktor der zivilgesellschaftlichen Organisation „Association Ngaoubourandi“ im südtschadischen Moundou, ist am 7. Juli 2015 wegen „Beleidigung der Staatsgewalt“ zu zwei Jahren Gefängnis ohne Bewährung und einer Geldstrafe verurteilt worden. Der AK Rohstoffe, ein Zusammenschluss verschiedener deutscher zivilgesellschaftlicher Organisationen, fordert die sofortige Freilassung Miankeols, dessen Gesundheitszustand besorgniserregend ist.

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