1. Dezember 2016

Update 5.12.2016: Das zuständige US Army Corps of Engineers will die geplante Pipeline-Strecke nach massiven Protesten nicht gestatten und nach Alternativrouten suchen. Die Protestbewegung feiert das als wichtigen Sieg - bleibt aber wachsam (Mehr dazu auf Facebook).

Berlin, 1.12.2016   Die geplante Mega-Öl-Pipeline „Dakota Access“ in den USA sorgt derzeit durch die große Protestbewegung vor Ort und gewaltsame Übergriffe der Polizei für Aufsehen. Die Pipeline soll Öl aus den Fördergebieten im US-Bundesstaat North-Dakota über eine Strecke von knapp 1.900 Kilometer in Gebiete im Süden der USA transportieren.

14. November 2016

Marrakesch, 14.11.16    In den vergangenen Monaten hat eine Reihe von Großbanken weltweit neue Richtlinien zur Finanzierung der klimaschädlichen Kohle beschlossen, darunter die Deutsche Bank, Société Générale und Citigroup. Sie wollten vor und nach dem Weltklimagipfel von Paris Politik und Öffentlichkeit überzeugen, dass sie ihre Klima-Verantwortung ernst nehmen. Zum Anlass der laufenden Klimaverhandlungen in Marrakesch haben die NGOs Banktrack, Les Amis de la Terre, Market Forces, Rainforest Action Network und urgewald die Kohle-Richtlinien von 22 Banken aus Australien, Europa und den USA bewertet.

28. Oktober 2016

Am Weltspartag haben urgewald-Mitarbeiter vor der Zentrale der Stadtsparkasse Düsseldorf protestiert. Warum? Die Sparkassen locken am Weltspartag Kunden mit kleinen Geschenken, nach dem Motto: „Bring uns Dein Sparschwein – mach mehr aus Deinem Geld“. Doch besonders freundlich und menschlich ist die Geschäftspolitik der Sparkassen leider nicht immer. Oft werden Spargroschen der Kunden als Kredite an Unternehmen mit zerstörerischem Geschäftsmodell weitergeleitet. Die Stadtsparkasse Düsseldorf etwa hat Ende 2015 mit 12 anderen Banken einen 500-Millionen-Euro-Kredit für den größten deutschen Rüstungskonzern Rheinmetall vergeben.

27. Oktober 2016

Eine neue Studie untersucht erstmals die Munitionsexporte des größten Rüstungskonzerns in Deutschland, der Rheinmetall AG. [1] Die Analyse zeigt, dass der in Düsseldorf beheimatete Konzern in großem Umfang Munition und Munitionsfabriken in Kriegs- und Krisengebiete sowie an autoritäre Staaten liefert, die systematisch die Menschenrechte verletzen. Beispiele sind Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate oder Bahrain. Diese Exporte haben Rheinmetall zu einem der wichtigsten Player auf dem Munitionsmarkt gemacht.

urgewald Workshop in Berlin
Dienstag 25.Oktober 9.30 bis 15.00 Uhr

12. Oktober 2016

urgewald Workshop zum Thema Divestment Strategien

Divestment ist momentan in aller Munde. Nicht nur Banken geraten unter Druck, sondern auch Städte, Gemeinden, Rentenfonds, Berufsversorgungswerke und Kirchen werden von Initiativen und NGOs aufgefordert, ihr Geld nicht in fossile Unternehmen anzulegen. Dies hat zu einer Vielzahl von konkreten Divestment-­Entscheidungen geführt. Doch wie viel Symbolik ist dabei und wie groß ist der tatsächliche Effekt auf die Industrie? Welche Divestments sind besonders wirkungsvoll?

3. Oktober 2016

Washington D.C., 3.10.2016    Die Weltbankgruppe hat trotz ihres im Jahr 2013 beschlossenen weitgehenden Kohle-Ausstiegs auf versteckten Wegen die massive Kohle-Expansion in Asien mitfinanziert. Dies zeigt das Resultat einer neuen Untersuchung, die heute, kurz vor Beginn der Weltbank-Jahrestagung in dieser Woche, veröffentlicht wurde.

Bergbaukritiker Néstor Iván Martínez. Er wurde am 11.9.2016 ermordet.
15. September 2016

Die massive Gewalt in der kolumbianischen Kohle-Provinz Cesar hält an. Néstor Iván Martínez, Gemeindevorstand in Chiriguaná, wurde am 11.9.2016 ermordet. Martínez hatte sich zuvor gegen die Expansion der dortigen Kohlemine des US-Konzerns Drummond ausgesprochen. Er hatte sich für die Rückgabe von Land an Vertreibungsopfer in der Provinz im Nordosten Kolumbiens eingesetzt. Eine heute veröffentlichte Studie der niederländischen Organisation PAX belegt, dass es sich bei der Gewalt gegen Martínez nicht um einen Einzelfall handelt. Seit 2012 sind demnach mehr als 200 Menschen in der Region Opfer von Gewalt, Drohungen und Einschüchterungen geworden.

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